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Eine einmalige Sonderzahlung in eine Unterstützungskassenzusage umwandeln

Situation: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einmalig eine hohe Tantieme, Abfindung oder Sonderzahlung erwarten, finden es wünschenswert diese gegen eine Betriebsrente (betriebliche Altersversorgung) tauschen zu dürfen. Denn während die Auszahlung einer Tantiemen- oder Sonderzahlung in der Regel mit extrem hohen Abzügen belastet ist, dürfen bei Erhalt der Betriebsrente in der Rentenphase deutlich geringere Abzüge erwartet werden.

Umso mehr wertschätzen es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn ihr Unternehmen ihnen ermöglicht die hohe Einmalgehaltszahlung in eine Zusage auf Betriebsrente umzuwandeln. Und gleichzeitig nutzt das Unternehmen auf diese Weise die betriebliche Altersversorgung in intelligenter Weise zur Personalbindung und Personalgewinnung.

Vom Prinzip her funktioniert die Umwandlung einer hohen Einmalgehaltszahlung in eine Versorgungszusage folgendermaßen: die geplante Einmalgehaltszahlung verbleibt im Unternehmen und die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter erhält stattdessen eine beitragsorientierte Leistungszusage aus Entgeltumwandlung (gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 BetrAVG). Sprich: Das Unternehmen verpflichtet sich Beiträge in Höhe der umgewandelten Einmalgehaltszahlung zur Ausfinanzierung der Versorgungszusage zu verwenden und sagt der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter daraus resultierend eine lebenslange Rente bzw. eine Kapitalzahlung zum Rentenbeginn bereits heute verbindlich zu.

Kurz und knapp:

  • Die Tantieme bzw. Sonderzahlung verbleibt im Unternehmen (s. Entgeltumwandlungsvereinbarung).
  • Der Mitarbeiter erhält stattdessen eine Versorgungszusage über die DUK.
  • Die erteilte Versorgungszusage wird bis zum Rentenbeginn mit gleichbleibenden Beiträgen ausfinanziert.
  • Die Summe der Beiträge entspricht der umgewandelten Tantieme bzw. Sonderzahlung.
  • Die Höhe der Zusage entspricht mindestens den Garantie-Werten der Rückdeckungsversicherung.

Welcher Durchführungsweg – Vorteil Deutsche Unterstützungskasse

Nachdem sich ein Unternehmen dafür entschieden hat, Empfängern von hohen Einmalgehaltszahlungen eine Umwandlung in eine Versorgungszusage im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zu ermöglichen, stellt sich als Nächstes die Frage nach dem Durchführungsweg.

Wegen der Grenzen im § 3 Nr. 63 EStG für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds kommt aus steuerlichen Gründen regelmäßig nur die Pensionszusage (Direktzusage) oder die Unterstützungskasse als Durchführungsweg in Frage.

Und hier bietet die DUK als kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse im Gegensatz zur Pensionszusage und zur pauschaldotierten Unterstützungskasse den Unternehmen (Trägerunternehmen) entscheidende Vorteile.

Die Versorgungszusage kann nämlich sowohl vollständig steuerwirksam als auch komplett bilanzneutral ausfinanziert werden. Die Steuerbilanz wird gar nicht tangiert und im Anhang der Handelsbilanz wird ebenfalls Bilanzneutralität erzeugt (Stichwort: „automatischer Nullausweis“).

Ein weiterer Vorteil der DUK ist das System der kongruenten Rückdeckung, denn finanzielle Risiken, die für das Unternehmen aus der erteilten Versorgungszusage heraus resultieren können, werden komplett auf Versicherungsunternehmen ausgelagert. Und zwar dadurch, dass die vom Unternehmen erteilten Renten- oder Alterskapitalzusagen, sowie etwaig zugesagte Invaliditätsversorgungen und Hinterbliebenenversorgungen in vollem Umfang über die garantierten Leistungen aus den von der DUK abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen abgesichert werden.

Das heißt, dass im Versorgungsfall die vom Unternehmen geschuldete Leistung und die Leistung, die aus der Rückdeckungsversicherung über die DUK an die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter fließt, exakt deckungsgleich (kongruent) übereinstimmen. Auf diese Weise ist ein Nachfinanzierungsrisiko zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Zusage für das Trägerunternehmen ausgeschlossen.

Besonderheit: Ausfinanzierung der Zusage erfolgt mit laufenden Beiträgen

Eine Besonderheit der kongruent rückgedeckten Unterstützungskasse aus steuerlicher Sicht besteht darin, dass die Beitragszahlung gemäß § 4d Absatz 1, Satz 1, Nr.1c EStG in die Rückdeckungsversicherung nicht in einem Betrag erfolgen darf, sondern in Form von "gleichbleibenden Beiträgen" über die gesamte Dauer von der Erteilung der Zusage bis zum geplanten Rentenbeginn erfolgen muss.

Um diese steuerliche Grundanforderung zu erfüllen, besteht die Hauptaufgabe des DUK:TantiemenModells darin, aus der umgewandelten Einmalgehaltszahlung einen Beitrag abzuleiten, den das Trägerunternehmen dann verbindlich schuldet. Diese Vorgehensweise in unserem Konzept wird durch ein Rechtsgutachten, welches unter arbeits-, steuer- und insolvenzrechtlichen Gesichtspunkten die Zulässigkeit bestätigt, abgesichert. Versicherer bestätigen ebenfalls die Unbedenklichkeit.

Hierzu wird das Guthaben aus der umgewandelten Einmalgehaltszahlung aufgezinst* und durch die Jahre bis zum Rentenbeginn geteilt. In der Tool-Box unter "Beitragsberechnung Tantiemenmodell" finden Sie ein Rechentool, mit dessen Hilfe Sie aus der umgewandelten Einmalgehaltszahlung den zu dotierenden Jahresbeitrag ermitteln können.

Der so ermittelte Wert ist der zu dotierende Beitrag, den die DUK jährlich in die hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen überführt. Durch die Aufzinsung soll sichergestellt sein, dass die Summe der gleichmäßig bis zum Rentenbeginn verteilten Beiträge der umgewandelten Einmalgehaltszahlung entsprechen (Wertgleichheitsgebot bei Entgeltumwandlung).


Wie geht das?

Schritt 1:
Mit Hilfe der von der DUK entwickelten Entgeltumwandlungsvereinbarung wird der Betrag definiert, den das Trägerunternehmen verpflichtet ist jährlich bis zum Rentenbeginn der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters in die Versorgung zu dotieren. Gleichzeitig wird die Rückdeckungsversicherung bestimmt, die zur Ausfinanzierung genutzt werden soll.

Schritt 2:
Das Unternehmen richtet ein gesondertes Konto mit einem Guthaben in Höhe der Summe aller zugesagten Beiträge ein und verpfändet es zur Sicherheit der Beitragszahlung an die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter. Die DUK zieht von nun an von diesem Konto jährlich den definierten Beitrag bis zum Rentenbeginn ein und überführt ihn in die Rückdeckungsversicherung. Auf diese Weise ist die zugesagte Versorgung ausfinanziert – unabhängig davon, ob die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter noch bei dem Unternehmen tätig ist oder nicht.

Schritt 3:
Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter erhält eine Zusage in Höhe der garantierten Werte der Rückdeckungsversicherung, die zur Ausfinanzierung ausgewählt wurde. Alle sich bis zum Rentenbeginn ergebenden Wertentwicklungen und Überschüsse in der Rückdeckungsversicherung erhöhen die zugesagte Rente bzw. die zugesagte Kapitalleistung.


Ergebnis: Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter hat eine hohe Tantieme oder Sonderzahlung in eine Betriebsrentenzusage umgewandelt, deren Höhe unabhängig von dem weiteren beruflichen Werdegang bereits heute feststeht – ein lukrativer Tausch.

Auch die Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Tausch ermöglichen, punkten in den Bereichen Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung.

Und wenn in den nächsten Jahren mal wieder eine hohe Tantiemen- oder Sonderzahlung ins Haus steht, kann diese ganz oder teilweise mit Hilfe des DUK:TantiemenModells gegen eine weitere Versorgungszusage eingetauscht werden.


Praxis-Tipp für alle, die Tantiemen- oder Sonderzahlungen jedes Jahr erhalten:

  • Wenn jedes Jahr eine Tantiemen- oder Sonderzahlung in gleicher oder berechenbarer Höhe gezahlt wird, dann empfehlen wir einen Betrag zu definieren, der im Monat der Sonderzahlung für die Ausfinanzierung einer kongruent rückgedeckten Zusage über die DUK "übrig" ist. Dieser Betrag wird jedes Jahr "gleichbleibend" mit Hilfe der Entgeltumwandlungsvereinbarung der DUK umgewandelt, um die Versorgungszusage wie oben beschrieben mit gleichbleibenden Beiträgen bis zum Rentenbeginn auszufinanzieren.

  • Und sollte die Tantiemen- bzw. Sonderzahlung in einem Jahr einmal ausbleiben oder geringer ausfallen und deswegen weniger oder kein Geld für die Finanzierung der Betriebsrente übrig sein, dann darf ausnahmsweise auch der Betrag der Entgeltumwandlung reduziert oder eingestellt werden (gemäß Einkommensteuer-Richtlinie R4d Abs. 9 Satz 5 und 6 EStR 2008).

  • Wenn die Tantiemen- oder Sonderzahlungen jedes Jahr unterschiedlich hoch ausfallen, schlagen wir vor, den Durchschnitt der Sonderzahlungen der letzten Jahre zu bilden, bei Bedarf noch einen Sicherheitsabschlag abzuziehen und so den Betrag zu definieren, der jedes Jahr in dem Monat der Sonderzahlung für die Ausfinanzierung einer kongruent rückgedeckten Zusage über die DUK umgewandelt werden soll.

*Nach Höfer (§ 1 BertrAVG, RZ. 2570) ist der Zinssatz für die Aufzinsung am Kapitalmarkt auszurichten und soll dem Zins entsprechen, der für relativ sichere langfristige Geldanlagen bei Abschluss der Umwandlungsvereinbarung zu erzielen ist. Der von uns vorgeschlagene Zinsansatzes für die einmalige Aufzinsung orientiert sich am 10-Jahres-Durchschnitt des monatlich veröffentlichten Wertes der "Einlagefazilität" der Europäischen Zentralbank (EZB), wird jährlich von uns im Dezember aktualisiert und gilt als Orientierungshilfe für das Folgejahr. Für den Zeitraum der letzten zehn Jahre (Januar 2011 bis Dezember 2020) liegt der Monatsdurchschnitt aufgerundet bei 0,01%.