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Einmalige oder unregelmäßige Sonderzahlungen in eine bAV umwandeln

Arbeitnehmer, die in unregelmäßigen Abständen oder einmalig hohe Tantiemen- oder Sonderzahlungen erhalten, wünschen sich regelmäßig diese in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) umzuwandeln. Denn schließlich sind solche Tantiemen-/ und Sonderzahlungen meistens mit extrem hohen Abzügen belastet. Und umso mehr wissen es diese Mitarbeiter zu schätzen, wenn ihnen die Umwandlung in eine bAV im Unternehmen ermöglicht wird.

Das von der Deutschen Unterstützungskasse (DUK) entwickelte und seit 2008 eingesetzte Tantiemenmodell hat dabei den Vorteil, dass Tantiemen-/ und Sonderzahlungen vollständig bilanzneutral in eine Unterstützungskassenzusage überführt werden.

Wie funktioniert das?

Praxis-Tipp
Praxis-Tipp für alle, die Tantiemen- oder Sonderzahlungen jedes Jahr erhalten:
  1. Definieren Sie einen "Sicherheitsabschlag" und ziehen diesen von der jährlich im Durchschnitt zu erwartenden Zahlung ab.
  2. Richten Sie eine Zusage aus Entgeltumwandlung mit dem unter Punkt 1. ermittelten Betrag als Jahresbeitrag ein. Und sollte die Zahlung einmal ausbleiben, darf auch die Entgeltumwandlung reduziert oder eingestellt werden, Stichwort: "Bremer Erlass". Sprechen Sie uns hierzu bitte herzlich gern an!

Arbeitgeber und Mitarbeiter schließen eine Entgeltumwandlungsvereinbarung ab und die geplante Tantiemenzahlung verbleibt im Unternehmen.


Statt der Tantieme erhält der Mitarbeiter eine beitragsorienteierte Leistungszusage (BOLZ), die vom Arbeitgeber mit gleichbleibenden Beiträgen bis zum Rentenbeginn des Mitarbeiters ausfinanziert wird.


So ist auch die steuerliche Begleitung gewährleistet - Stichwort: "gleichbleibende oder steigende Beiträge" (Grundvoraussetzung für Unterstützungskassen nach § 4d Absatz 1, Satz 1, Nr.1c EStG).


Und wie errechnet sich der Beitrag?

Zuerst wird das Guthaben aus der Umwandlung aufgezinst und danach auf die Jahre bis zum Rentenbeginn als Jahresbeitrag verteilt. Durch die Aufzinsung wird erreicht, dass die Summe der Beiträge vom Wert her der umgewandelten Tantieme entspricht, Stichwort: "Inflation".

Beispielbild Sonderzahlung

Der Zinssatz in 2019 beträgt 0,01 Prozent.*

Der Zinssatz, den wir vorschlagen, berechnen wir jedes Jahr im Dezember aus dem 10-Jahres-Durchschnitt der monatlich veröffentlichten "Einlagefazilität" der Europäischen Zentralbank (EZB). Als Service für Sie haben wir auf der Webseite unter "Beitragsberechnung Tantiemenmodell" ein Rechentool zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe Sie den zu dotierenden Jahresbeitrag ermitteln können. Selbstverständlich können zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch andere als der von uns vorgeschlagene Zinssatz im "marktüblichen" Rahmen vereinbart werden.

Die Vorteile des Tantiemenmodells

  • Vollständige Bilanzneutralität. Die Steuerbilanz wird gar nicht tangiert und selbst im Anhang der Handelsbilanz findet durch kongruente Rückdeckung und Verpfändung der Rückdeckungsversicherung ein "automatischer Nullausweis" statt.

  • Die umgewandelten Vergütungsbestandteile werden unversteuert zur Finanzierung einer Betriebsrente verwendet und die Besteuerung der Betriebsrente in die Rentenphase verlagert, in der der persönliche Steuersatz deutlich niedriger ausfallen kann, als in der Zeit davor. So kann bei gleicher Nettobelastung in der Ansparphase regelmäßig eine spürbar höhere Altersversorgung erreicht werden.

  • Unser Konzept wird durch ein Rechtsgutachten, welches unter arbeits-, steuer- und insolvenzrechtlichen Gesichtspunkten die Zulässigkeit des Tantiemenmodells bestätigt, abgesichert. Versicherer bestätigen ebenfalls die Unbedenklichkeit.

  • Sobald das Tantiemenmodell einmal eingerichtet ist, kann sich der Nutzer zukünftig vor Erhalt einer Tantiemen- oder Sonderzahlung entscheiden, ob und in welcher Höhe diese mit Hilfe der Entgeltumwandlung zur Erhöhung der Versorgung verwendet werden soll.

  • Dabei kann sowohl der Beitrag der bestehenden Rückdeckungsversicherung erhöht oder eine weitere hinzugefügt werden, denn das Portfolio-Konzept macht auch beim Tantiemenmodell den Unterschied...

*Nach Höfer (§ 1 BertrAVG, RZ. 2570) ist der Zinssatz für die Aufzinsung am Kapitalmarkt auszurichten und soll dem Zins entsprechen, der für relativ sichere langfristige Geldanlagen bei Abschluss der Umwandlungsvereinbarung zu erzielen ist. Der von uns vorgeschlagene Zinsansatzes für die einmalige Aufzinsung orientiert sich am 10-Jahres-Durchschnitt des monatlich veröffentlichten Wertes der "Einlagefazilität" der Europäischen Zentralbank (EZB), wird jährlich von uns im Dezember aktualisiert und gilt als Orientierungshilfe für das Folgejahr. Für den Zeitraum der letzten zehn Jahre (Januar 2009 bis Dezember 2018) liegt der Monatsdurchschnitt aufgerundet bei 0,01%.