Mit der Deutschen Unterstützungskasse ist betriebliche Altersversorgung auch für Zweitdienstverhältnisse möglich!

Kurz und knapp:
  • Mitarbeiter in einem Zweitdienstverhältnis haben einen Anspruch auf Betriebsrente durch Entgeltumwandlung.
  • Entgeltumwandlung ist über die DUK im zweiten Dienstverhältnis steuerlich begleitet.
  • Entgeltumwandlung lohnt sich im zweiten Dienstverhältnis besonders.

In vielen Familienunternehmen und bei Selbstständigen bilden mitarbeitende Ehepartner und Lebensgefährten eine wichtige Stütze - häufig in einem sogenannten "zweiten Dienstverhältnis". Steuerlich gesehen ist dies zumeist uninterssant, denn für das zweite und jedes weitere Beschäftigungsverhältnis gilt die Steuerklasse 6, die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen.

Gemäß Paragraph 1a des Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) haben Mitarbeiter in einem Zweitdienstverhältnis, sowie auch alle anderen "Mehrfachbeschäftigten", einen Anspruch auf eine Betriebsrente durch Entgeltumwandlung - Berater können also für diesen Personenkreis eine betriebliche Altersversorgung (bAV) platzieren.

Erstaunlicherweise aber kommt die Engeltumwandlung im 2. Dienstverhältnis trotz der enormen steuerlichen Effekte in Steuerklasse 6 so gut wie nicht zum Einsatz. Woran liegt das?

Wir hören regelmäßig von Beratern die Aussage, dass Engeltumwandlung steuerlich nur im ersten Dienstverhältnis zugelassen ist.


Das ist ein Irrtum!

Dieser Irrtum ist unseres Erachtens dadurch zu erklären, dass der Einsatz der Direktversicherung in der Entgeltumwandlung durch die Steuergesetzgebung auf das erste Dienstverhältnis begrenzt ist gemäß Paragraph 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG). Aber diese Beschränkung gilt eben nur für die Direktversicherung, die Pensionskasse und den Pensionsfonds.

Über die Deutsche Unterstützungskasse können Mitarbeiter in einem Zweitdienstverhältnis sehr wohl die steuerlichen Vorteile der Entgeltumwandlung ohne Begrenzung nutzen und bis maximal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (2018: 3.120 Euro) Sozialabgaben sparen.

VORTEILE

Die Vorteile der Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) im Vergleich zu privater Vorsorge

1. Vorteil: Stundungseffekt
Steuern, die in dem Monat der Entgeltumwandlung fällig gewesen wären, werden bis zum Rentenbeginn gestundet und stattdessen über die Deutsche Unterstützungskasse (DUK) in Rückdeckungsversicherungen „angelegt“.

2. Vorteil: Reduktion der Steuerbelastung
Bei der Entgeltumwandlung „tauscht“ der Versorgungsanwärter die Spitzensteuerbelastung gegen Durchschnittssteuern ein. Wie geht das?

Die umgewandelten Entgelte hätten dem individuellen Spitzensteuersatz unterlegen (Stichwort: Steuerprogression). Stattdessen fallen bei der Besteuerung der Betriebsrente in der Rentenphase lediglich Durchschnittssteuern an - ein lukrativer Tausch!

Durch diese beiden Effekte wird regelmäßig bei gleicher Nettobelastung in der Ansparphase eine spürbar höhere Altersversorgung erreicht.

Wenn es die finanzielle Situation erlaubt, können 450-Euro-Jobber im Zweitdienstverhältnis sogar ihr komplettes Entgelt in eine Unterstützungskasse einbringen. Eine Angemessenheitsprüfung der Versorgungszusage, wonach laut Finanzbehörden bei einer betrieblichen Altersversorgung nur 75 Prozent der Bezüge des Versorgungsberechtigten als Rente zugesagt werden dürfen, ist nicht notwendig. Denn eine durch Entgeltumwandlung finanzierte Versorgung erfüllt stets die Anforderungen an die Angemessenheit, sofern das Entgelt selbst angemessen ist.

Für Mitarbeiter besonders interessant wird es, wenn im 1.Dienstverhältnis eine Direktversicherung und im 2. Dienstverhältnis eine Versorgung über die Deutsche Unterstützungskasse vereinbart wird. Dann kann der Beschäftige nämlich die staatliche Förderung beider Durchführungswege auf seinem Altersvorsorgekonto verbuchen: zweimal bis maximal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze über die Direktversicherung und über die Deutsche Unterstützungskasse.