Wissenswertes

Bei der kongruent rückgedeckten Deutschen Unterstützungskasse e.V. handelt es sich um eine eigenständige soziale Einrichtung, welche die Versorgungszusage des Arbeitgebers umsetzt.

Vom Arbeitgeber zugesagte Invaliditätsversorgungen (Berufsunfähigkeitsrenten) sowie das Renten- oder Alterskapitalversprechen werden vollständig (kongruent) durch eine Rückdeckungsversicherung abgedeckt.

Das heißt, die in der Rückdeckungsversicherung versicherten Leistungen bestimmen die Art und die Höhe der zugesagten Versorgungsleistungen.

Der Arbeitgeber (Trägerunternehmen) leistet zur Finanzierung der Versorgungsleistungen Zuwendungen an die Deutsche Unterstützungskasse e.V., welche im Versorgungsfall die Auszahlung der Versorgungsleistungen übernimmt. Bei Eintritt des Versorgungsfalles sind versprochene Leistung und Leistung aus der Rückdeckungsversicherung deckungsgleich (kongruent), sofern kein Beitragsrückstand besteht.

Die Zuwendungen des Arbeitgebers werden entweder durch Entgeltumwandlung oder vom Arbeitgeber - oder auch durch eine Kombination aus Beidem - finanziert und sind zusammen mit den Verwaltungskosten für die Deutsche Unterstützungskasse e.V. eine Betriebsausgabe für das Trägerunternehmen.

Funktionsweise Kongruente Rückdeckung

Die Unterstützungskasse ist dabei der einzige Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung, in dem Versorgungen oberhalb der Finanzierungsgrenzen des § 3 Nr. 63 EStG (Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) steuerwirksam und bilanzneutral ausfinanziert werden können.

Die Steuerbilanz wird gar nicht tangiert und selbst im Anhang der Handelsbilanz findet bei kongruenter Rückdeckung und Verpfändung der Rückdeckungsversicherung ein "automatischer Nullausweis" statt!

Die Zuwendungen an eine versicherungsförmige U-Kasse sind gemäß § 4d Abs. 1 Nr. 1c EStG als Betriebsausgaben steuerlich abziehbar.

Auch die Verwaltungskosten und die Beiträge an den PSVaG sind als Betriebsausgaben abziehbar.

Die wichtigsten Voraussetzungen für den Betriebsausgabenabzug der Zuwendungen sind:

  • Ein schriftlicher Leistungsplan.
  • Beiträge sind in gleich bleibender oder steigender Höhe über die gesamte Vertragslaufzeit bis zum Rentenbeginn vereinbart.
  • Bei Arbeitgeberfinanzierung für unter 25 jährige ist vertragliche Unverfallbarkeit zugesagt oder nur Hinterbliebenen- bzw. Invaliditätsabsicherung.
  • Die Versorgung wird aufgrund betrieblicher Veranlassung zugesagt (z.B. Arbeitsverhältnis zum Trägerunternehmen).
  • Eine Abtretung oder Beleihung der Rückdeckungsversicherung ist ausgeschlossen.

Über die DUK erteilt der Arbeitgeber eine sogenannte beitragsorientierte Leistungszusage (§ 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrAVG bei Arbeitgeberfinanzierung und § 1 Abs. 2 Nr. 3 BetrAVG bei Entgeltumwandlung).

Hierbei sagt der Arbeitgeber zu, bestimmte Beiträge über die DUK zur Ausfinanzierung der Versorgungszusage in eine oder mehrere Rückdeckungsversicherungen zu dotieren.

Diese Beiträge fließen in eine Renten- oder Kapitallebensversicherung (Rückdeckungsversicherung). Die Höhe der Versorgungsleistung ergibt sich aus den Endwerten der Rückdeckungsversicherung, in die die Beiträge geflossen sind. Die versprochene Leistung und die tatsächliche Versorgungsleistung sind dadurch bei Eintritt des Versorgungsfalls immer deckungsgleich (kongruent).

Ein Arbeitnehmer (Versorgungsanwärter) vereinbart mit seinem Arbeitgeber die Herabsetzung von Teilen seines Bruttogehaltes zugunsten der Ausfinanzierung einer betrieblichen Altersversorgung. Hierzu wird eine Entgeltumwandlungsvereinbarung zwischen Beiden geschlossen.

Daneben vereinbart der Arbeitgeber (Trägerunternehmen) mit der Deutschen Unterstützungskasse e.V. (DUK), dass diese die Durchführung seiner Versorgungszusage übernimmt. Die DUK zieht dann die Gelder beim Trägerunternehmen ein und zahlt diese in die für die Versorgung bestimmten Kapital- oder Rentenversicherungen (Rückdeckungsversicherungen) ein. Der Versorgungsanwärter erwirbt sofort unverfallbare Anwartschaften auf Versorgungsleistungen in der Höhe, wie sie aus den Rückdeckungsversicherungen zur Verfügung stehen.

Entgelt im Sinne einer Umwandlungsvereinbarung können Teile des laufenden Gehalts oder Sonderzahlungen sein, wie zum Beispiel Boni, Tantiemen, Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Achtung: § 1 Abs. 1 Nr. 3 BetrAVG fordert, dass künftig(!) fällige Entgeltbestandteile in eine wertgleiche Zusage umgewandelt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass eine aus Entgeltumwandlung heraus finanzierte Versorgung frühestens im auf den Monat der Vereinbarung folgenden Monat beginnt.

1. Vorteil: Stundungseffekt

Steuern, die in dem Monat der Entgeltumwandlung fällig gewesen wären, werden bis zum Rentenbeginn gestundet und stattdessen über die Deutsche Unterstützungskasse e.V. (DUK) in Rückdeckungsversicherungen „angelegt“.

2. Vorteil: Reduktion der Steuerbelastung

Bei der Entgeltumwandlung „tauscht“ der Versorgungsanwärter die Spitzensteuerbelastung gegen Durchschnittssteuern ein. Wie geht das?

Die umgewandelten Entgelte hätten dem individuellen Spitzensteuersatz unterlegen (Stichwort: Steuerprogression). Stattdessen fallen bei der Besteuerung der Betriebsrente in der Rentenphase lediglich Durchschnittssteuern an - ein lukrativer Tausch!

Durch diese beiden Effekte wird regelmäßig bei gleicher Nettobelastung in der Ansparphase eine spürbar höhere Altersversorgung erreicht.

Die Entgeltumwandlung über die DUK bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile:

  • Über die DUK kann eine Versorgung auch oberhalb der Grenzen des § 3 Nr. 63 EStG (Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) vollständig steuerwirksam über Entgeltumwandlung ausfinanziert werden. Ein Vorteil für alle Mitarbeiter, die über die Entgeltumwandlung eine höhere Betriebsrente ausfinanzieren möchten.
  • Eine Entgeltumwandlung über die DUK darf ergänzend zu bereits bestehenden Versorgungsmodellen vereinbart werden (z.B. Direktversicherung; Pensionskasse). Dies ist ebenfalls von Vorteil für alle Mitarbeiter, die über die Entgeltumwandlung eine höhere Betriebsrente ausfinanzieren möchten.
  • Stichwort: "2 x 4%", sprich: Bei Entgeltumwandlung innerhalb der Bemessungsgrenzen der Sozialversicherung darf zweimal vier Prozent der Beitragsbemessungsgrundlage sozialabgabenfrei in eine bAV investiert werden, wenn z.B. Unterstützungskasse und Direktversicherung nebeneinander genutzt werden.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) erlangt aufgrund des demographischen Wandels inzwischen eine wahrnehmbare Bedeutung zur Mitarbeitergewinnung und –bindung für Arbeitgeber, um im sogenannten „War For Talents“ zu punkten!

Erstmals seit Ende der 1980er Jahre erteilen Unternehmen arbeitgeberfinanzierte bAV-Zusagen mit dem Ziel leistungs- und potenzialstarke Mitarbeiter zu gewinnen bzw. langfristig zu begeistern.

Hierfür bietet die kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse wie kein anderer Durchführungsweg interessante Möglichkeiten mit beitragsorientierten Versorgungskonzeptionen auch oberhalb der Potentiale von Direktversicherung oder Pensionskasse die Bindungswirkung der bAV für das Personalmanagement zu nutzen und darüber hinaus die unerwünschten Nebenwirkungen auf die Bilanz oder etwaige Nachfinanzierungsrisiken zum Rentenbeginn zu vermeiden.

Die kongruent rückgedeckte Deutsche Unterstützungskasse e.V. bietet darüber hinaus noch folgende Vorteile:

  • nur mit Hilfe von kongruent rückgedeckten Unterstützungskassen wie der Deutschen Unterstützungskasse e.V. können Versorgungen auch oberhalb der Grenzen des § 3 Nr. 63 EStG (Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) vollständig steuerwirksam ausfinanziert werden.
    Die Steuerbilanz wird gar nicht tangiert und selbst Im Anhang der Handelsbilanz findet bei kongruenter Rückdeckung und Verpfändung der Rückdeckungsversicherung ein "automatischer Nullausweis" statt.
  • Wettbewerbsvorteile bei der Mitarbeitersuche und -bindung
  • Verlagerung des Verwaltungsaufwandes auf die Deutsche Unterstützungskasse e.V.
  • Vollständige Risikoauslagerung durch kongruente Rückdeckung
  • Familienangehörige ohne eigenes Arbeitsverhältnis
  • Beamte und Mitarbeiter in weiten Teilen des öffentlichen Dienstes
  • Unternehmer in Personengesellschaften, z.B.: KG, Einzelunternehmen, GbR, etc., können steuerlich begleitet keine betriebliche Altersversorgung für sich umsetzen.

Ausnahme: Selbstständige und ihre Angehörigen, denen aus Anlass ihrer Tätigkeit für ein Trägerunternehmen eine betriebliche Altersversorgung zugesagt ist (§17 BetrAVG).

Grundsätzlich umfasst der Hinterbliebenenbegriff in allen fünf Durchführungswegen der bAV folgenden Personenkreis:

  • der überlebende Ehegatte oder der eingetragene Lebenspartner,
  • Kinder bis 18 Jahre, bei Berufsausbildung max. bis 25 Jahre,
  • Frühere Ehegatten,
  • Lebensgefährten, die in häuslicher Gemeinschaft leben (BMF-Schreiben vom 25.07.2002 und vom 17.11.2004).

Erworbene Anwartschaften aus einer Versorgung über die DUK bleiben dem ausgeschiedenen Arbeitnehmer (Versorgungsanwärter) unwiderruflich erhalten, sobald diese "unverfallbar" geworden sind.

Bei Entgeltumwandlung sind die Anwartschaften für den Versorgungsanwärter von Beginn an unverfallbar.

Bei arbeitgeberfinanzierten Versorgungen, die ab 1. Januar 2018 erteilt wurden, behält der Arbeitnehmer eine unverfallbare Anwartschaft, wenn die Zusage bei Ausscheiden bereits 3 Jahre bestanden und der Arbeitnehmer bei Ausscheiden das 21. Lebensjahr vollendet hat.

Für Zusagen, die nach dem 31. Dezember 2008 und vor dem 1. Januar 2018 erteilt wurden, behält der Arbeitnehmer eine unverfallbare Anwartschaft, wenn die Zusage bei Ausscheiden bereits 5 Jahre bestanden und der Arbeitnehmer bei Ausscheiden das 25. Lebensjahr vollendet hat. Zusagen, die in 2017 erteilt wurden sind allerdings bereits nach 4 Jahren, nämlich im Jahr 2021, unverfallbar. Stichwort: „Gleichbehandlung“.

Vertraglich können Arbeitgeber und Arbeitnehmer günstigere Fristen, bis hin zur sofortigen Unverfallbarkeit, vereinbaren.

Unverfallbare Anwartschaften des Arbeitnehmers bleiben bei Ausscheiden aus dem Unternehmen in der Höhe bestehen, wie sie durch die bis zum Ausscheiden gezahlten Beiträge finanziert sind (beitragsorientierte Leistungszusage). Die Rückdeckungsversicherung wird dann von der DUK beitragsfrei gestellt.

Scheidet ein Arbeitnehmer mit einer Versorgung über die DUK bei seinem bisherigen Arbeitgeber aus und wechselt er zu einem neuen Arbeitgeber, kann dieser die Versorgung fortführen, in dem er ebenfalls mit der Deutschen Unterstützungskasse e.V. die Durchführung der Versorgung vereinbart.

Der "neue" Arbeitgeber übernimmt dadurch die beitragsorientierte Leistungszusage und die bestehenden Rückdeckungsversicherungen werden in gleicher Form weiter bedient, wie dies vorher der Fall war.

Die Unterstützungskasse selbst darf keinen Rechtsanspruch auf die über sie durchgeführten Versorgungsleistungen gewähren denn nicht sie, sondern der Arbeitgeber hat die Versorgungszusage abgegeben.

Dies ist für die Versorgungsanwärter aber deswegen unproblematisch, weil in § 1 Absatz 1, Satz 3 BetrAVG (Einstandspflicht des Arbeitgebers) geregelt ist:

"Der Arbeitgeber steht für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen auch dann ein, wenn die Durchführung nicht unmittelbar über ihn (sondern im Rahmen einer Unterstützungskasse, Anm. d. Verfassers) erfolgt."

Selbstverständlich hat also jeder Versorgungsanwärter bei seinem Arbeitgeber einen Rechtsanspruch auf das ihm Zugesagte.

Die Vergangenheit hat gelehrt, dass auch vermeintlich gesunde Unternehmen insolvent werden können. Versorgungsanwärter mit unverfallbaren Anwartschaften und Leistungsbezieher erhalten trotzdem Ihre Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung. Sie sind nämlich über den Pensions-Sicherungs-Verein aG (PSV) abgesichert.

Der PSV steht bei Insolvenz für die Versorgungszusagen ein.

Welche Ansprüche und in welcher Höhe diese abgesichert sind, lässt sich unter www.psvag.de nachlesen.

Die jeweils erworbenen Versorgungsanwartschaften sind zusätzlich für den Versorgungsanwärter abgesichert, denn die abgeschlossene Rückdeckungsversicherung wird von der DUK an den Versorgungsanwärter verpfändet.

Darüber hinaus ist es der DUK aufgrund ihrer Satzung (§2 Absatz 2) möglich Versorgungsanwartschaften insolventer Trägerunternehmen zu verwalten, auch wenn deren Versorgungsanwärter nicht durch den PSVaG geschützt sind. Das kann im Fall des Falles den entscheidenden Unterschied machen...

Der Pensions-Sicherungs-Verein aG (PSV) ist der seit 1974 gesetzlich vorgeschriebene Träger der Insolvenzsicherung für Zusagen der betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Finanziert wird die Insolvenzsicherung seitens der Arbeitgeber. Die Mittel für die Durchführung der Insolvenzsicherung werden aufgrund gesetzlicher Verpflichtung (§§7-15 des BetrAVG) durch Beiträge aller Arbeitgeber aufgebracht, die sicherungspflichtige bAV-Zusagen in ihrem Unternehmen erteilt haben.

Innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Zusageerteilung sind alle sicherungspflichtigen bAV-Zusagen durch den Arbeitgeber dem PSV samt Inhalt und Umfang mitzuteilen. Eine Meldung durch z.B. die Deutsche Unterstützungskasse e.V. kann nicht erfolgen.

Der PSV sichert im Insolvenzfall des Arbeitgebers bereits fällig gewordene Versorgungsleistungen (laufende Renten) sowie unverfallbare Versorgungsanwartschaften von Arbeitnehmern.

PSV-gesichert und -beitragspflichtig sind Zusagen auf eine Betriebsrente über die Durchführungswege Direktzusage (auch Pensionszusage genannt), Unterstützungskasse und Pensionsfonds.

Dabei ist die Höhe des gesetzlichen Insolvenzschutzes ist begrenzt und beträgt höchstens das 3-fache der im Zeitpunkt der ersten Fälligkeit maßgebenden monatlichen Bezugsgrößen gem. § 18 SGB IV (Kapitalleistungen: 120fache der maximalen monatlichen Leistung).

Der Höchstanspruch gegen den PSVaG im Jahr 2019 beträgt also höchstens 9.345 € Rente pro Monat (alte Bundesländer) bzw. 8.610 € Rente pro Monat (neue Bundesländer). Kapitalleistungen sind in Renten umzurechnen.

Empfohlener Link auf der Website das PSV: Fragen und Antworten rund um den PSV

Grundsätzlich fallen alle Versorgungszusagen an Arbeitnehmer im Sinne des § 17 BetrAVG in den Durchführungswegen "Pensionszusage“ und "Unterstützungskasse“ unter den Schutz des PSV und es besteht PSV-Beitragspflicht.

Zu dem Kreis der Arbeitnehmer im Sinne des § 17 BetrAVG zählen alle „Arbeiter und Angestellte einschließlich der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten (Sprich: Auszubildende)“ sowie in Ausnahmefällen auch Selbstständige und Freiberufler, „wenn ihnen Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung aus Anlass ihrer Tätigkeit für ein Unternehmen zugesagt worden sind“.

Ausnahme von der PSV-Beitragspflicht:

Personen, die aufgrund ihrer unternehmerischen Stellung im Betrieb nicht dem BetrAVG unterliegen, sind von der PSV-Pflicht ausgenommen.

Hierzu zählen vor allem beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) und beherrschende AG-Vorstände. Dieser Personenkreis wird auch als "(Mit-)Unternehmer" bezeichnet und ist bei Insolvenz nicht durch den PSV geschützt. Insofern fällt dieser Personenkreis nicht unter die PSV-Beitragspflicht.

Insolvenzschutz besteht allerdings dennoch, sofern die Rückdeckungsversicherungen an die GGFs verpfändet sind (vertraglicher Insolvenzschutz) und weil es darüber hinaus der DUK möglich ist eine Versorgung auch dann noch weiter zu verwalten, wenn "ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Trägerunternehmens eröffnet oder mangels Masse abgewiesen wurde" (§2 Absatz 2 der Satzung).

Wann genau beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) und beherrschende AG-Vorstände unter den PSV-Schutz fallen und ab wann nicht mehr, lässt sich dem Merkblatt M300/ M1"Insolvenzsicherung für Versorgungszusagen an (Mit-) Unternehmer (persönlicher und sachlicher Geltungsbereich des Betriebsrentengesetzes", herausgegeben vom PSV, entnehmen.

Der PSV-Beitrag wird fällig, sobald eine Anwartschaft unverfallbar geworden ist - siehe auch "Was bedeutet Unverfallbarkeit?" in den FAQs - und für laufende Versorgungsleistungen (Renten).

Bei Arbeitgeberfinanzierten Zusagen, die seit dem 1. Januar 2009 erteilt wurden, behält der Arbeitnehmer eine unverfallbare Anwartschaft, wenn die Zusage bereits 5 Jahre bestanden und der Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat.

Zusagen, die in 2017 erteilt wurden sind allerdings bereits nach 4 Jahren, nämlich im Jahr 2021, unverfallbar. Stichwort: „Gleichbehandlung“.

Bei arbeitgeberfinanzierten Versorgungen, die ab 1. Januar 2018 erteilt wurden, behält der Arbeitnehmer eine unverfallbare Anwartschaft, wenn die Zusage bereits 3 Jahre bestanden und der Arbeitnehmer das 23. Lebensjahr vollendet hat.

Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Melde- und Beitragspflicht zum PSV. Innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der gesetzlichen Unverfallbarkeit muss die Meldung an den PSV erfolgen.

Zusagen aus Entgeltumwandlungen sind von Beginn an unverfallbar. Hierbei sind Anwartschaften bis 4% der BBG sofort beitrags- und meldepflichtig. Für den darüber hinausgehenden Teil der Zusage beginnt die Beitragspflicht erst nach zwei Jahren.

Weitere Informationen, wie z.B. das PSV-Anmeldeformular, können auf der Website des PSV abgerufen werden.

Der PSV-Beitragssatz für 2018 beträgt 2,10 ‰ und ist die Grundlage für den Beitrag 2019.

Wie wird der Beitrag errechnet?

Auf dem jährlich vom PSV an die Trägerunternehmen versandten Erhebungsbogen wird der Wert der Beitragsbemessungsgrundlage eingetragen und an den PSV zurück zurückgesandt. Der PSV berechnet daraufhin den Beitrag (s.u.) und stellt ihn in Rechnung.

Die in den Erhebungsbogen einzutragende Beitragsbemessungsgrundlage liefert die DUK allen Trägerunternehmen online in einem passwortgeschützten Bereich (PSV Kurzberechnung).

Die Beitragsbemessungsgrundlage ist - vereinfacht formuliert - die Gesamtsumme der zum Rentenbeginn bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den Versorgungsanwärtern sowie den Leistungsempfängern.


PSV-Beitrag bei Rentenzusagen:

Schritt 1: Ermittlung der Beitragsbemessungsgrundlage = Jahresrente* x 0,25 x 20, vereinfacht: zugesagte Jahresrente x 5

Schritt 2: Errechnung PSV-Beitrag = Beitragsbemessungsgrundlage x PSV-Satz


PSV-Beitrag bei Kapitalzusagen:

Schritt 1: Ermittlung der Beitragsbemessungsgrundlage = Alterskapital** x 0,10 x 0,25 x 20, vereinfacht: zugesagtes Alterskapital x 0,10 x 5

Schritt 2: Errechnung PSV-Beitrag = Beitragsbemessungsgrundlage x PSV-Satz

*Die zugesagte Jahresrente ist die zum Rentenbeginn vom Versicherer garantierte bzw.erdiente (wenn größer als die Garantierente) Jahresrente.
**Das zugesagte Alterskapital ist das zum Rentenbeginn vom Versicherer garantierte bzw. erdiente (wenn größer als das Garantiekapital) Alterskapital.

Jahr

Beitragssatz

Beitrag pro 100 € Rente

20182,1 ‰12,60 €
20172,0 ‰12,00 €
20160,0 ‰ 0,00 €
20152,4 ‰ 14,40 €
20141,3 ‰ 7,80 €
20131,7 ‰10,20 €
20123,0 ‰18,00 €
20111,9 ‰11,40 €
20101,9 ‰11,40 €
200914,2 ‰85,20 €
20081,8 ‰10,80 €
20073,0 ‰18,00 €
20063,1 ‰18,60 €
20054,9 ‰29,40 €

Wenn das Arbeitsverhältnis wegen Elternzeit oder längerer Krankheit des Versorgungsanwärters ruht, kann die Rückdeckungsversicherung beitragsfrei gestellt werden, wenn die dafür erforderliche Mindestleistung erreicht wird (Kürzung oder Einstellung der Leistungen sind in Ziffer 6 "Ruhendes Arbeitsverhältnis" des Leistungsplans der DUK geregelt).

Nach der Elternzeit bzw. nach der Genesung kann die beitragsfreie Rückdeckungsversicherung in der Regel wieder hergestellt werden. Ansonsten erfolgt ein Neuabschluss.

Das Bundeskabinett hat in 2009 das Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs beschlossen (VAStrRefG).

Seitdem werden alle Anrechte, die durch Arbeit oder eigenes Vermögen geschaffen oder aufrechterhalten worden sind … und auf eine Rente gerichtet sind, sowie sämtliche Riesterverträge und Ansprüche nach dem Betriebsrentengesetz in den Versorgungsausgleich einbezogen und hierbei die in der gemeinsamen Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte hälftig geteilt.

Damit fallen zunächst einmal alle Versorgungen, die über die DUK durchgeführt werden, unter den Versorgungsausgleich.

Für die Teilung der Versorgungsanrechte sieht der Gesetzgeber zwei Verfahrensweisen vor, nämlich

  • interne Teilung
  • externe Teilung

Wird eine interne Teilung vorgenommen, dann entnimmt die DUK ein Guthaben in Höhe des Ausgleichswertes aus den bestehenden Rückdeckungsversicherungen und begründet damit bei den gleichen Versicherern Rückdeckungsversicherungen für die ausgleichsberechtigte Person. Im Ergebnis wird dadurch eine weitere Versorgungszusage für die ausgleichsberechtigte Person beim Trägerunternehmen eingerichtet mit dem Status "ausgeschiedener Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen" und über die DUK verwaltet.

Wird eine externe Teilung vorgenommen, dann überführt die DUK den Ausgleichswert in die vom Ausgleichsberechtigen gewählte Zielversorgung (z.B. als Zuzahlung in eine bestehende betriebliche Altersversorgung) und moderiert den damit verbundenen Abstimmungsprozess. Sofern keine Zielversorgung vom Ausgleichsberechtigten benannt wird, begründet die DUK eine Versorgungsanwartschaft bei der Versorgungsausgleichskasse, der gesetzlich hierfür vorgesehenen Auffanglösung.

Die DUK sieht in ihrer Teilungsordnung grundsätzlich die externe Teilung vor.

Der DUK im Rahmen des Versorgungsausgleichs entstehende Kosten werden bei der internen Teilung mit den Anrechten der beiden früheren Ehegatten hälftig verrechnet (nach § 13 Versorgungsausgleichgesetz, VersAusglG) und bei der externen Teilung dem Trägerunternehmen in Rechnung gestellt (s. Gebührenordnung, "Abwicklung Versorgungsausgleich").

Als Untergrenze für den Bezug der betrieblichen Altersversorgung (bAV) gilt für alle Versorgungszusagen, die nach dem 1. Januar 2012 erteilt wurden, verbindlich das Erreichen des 62. Lebensjahres.

Ruft ein Arbeitnehmer bei Erreichen dieses Lebensalters seine bAV ab, hat aber seine berufliche Tätigkeit noch nicht beendet, so ist dies grundsätzlich steuerlich begleitet. (s. BMF-Schreiben vom 25.07.2013 „Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge und betrieblichen Altersversorgung”, Randziffer 289).

Praxistipp:

Das Endalter für die Versorgung über die DUK sollte generell auf das Regelrenteneintrittsalter gesetzt werden (zwischen 65 und 67).

Endet das Arbeitsleben früher - vor dem 67. und nach dem 62. Lebensjahr - kann die Versorgung ebenfalls mit den entsprechenden Abstrichen zu diesem früheren Zeitpunkt beginnen (s. Leistungsplan der DUK., Ziffer 8 "Vorgezogene Altersleistung"). Viele Rückdeckungsversicherungen kennen hierfür eine sogenannte „Auflösungsoption“.

Umgekehrt ist es in der Regel aufwendiger - in einigen Fällen sogar unmöglich - eine auf das z.B. Endalter 62 vereinbarte Versorgung für den Fall zu verlängern, dass der Rentenbeginn sich nach hinten verschiebt.

Achtung – bitte bei beherrschenden Gesellschafter Geschäftsführern beachten:
Bei Einrichtung einer Versorgung für beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF), die ab 1962 geboren sind, sollte die Rückdeckungsversicherung auf das Regelrentenalter abzielen, da ansonsten aus unserer Sicht die steuerliche Anerkennung gefährdet ist.

Dies ergibt sich unseres Erachtens nach aus der Richtlinie R 6a der Einkommensteuerrichtlinien 2005(EStR 2005). Dort wird für Pensionszusagen an beherrschende GGFs die die steuerliche Begleitung davon abhängig gemacht, dass die Rückstellungsbildung verteilt auf die Zeit bis zum 67. Lebensjahr zum Ansatz gebracht wird.

Und genauso zwingend sind unseres Erachtens im Durchführungsweg „Unterstützungskasse“ die betriebsausgabenerzeugenden Beiträge für beherrschende GGFs auf das Regelrenteneintrittsalter über die Laufzeit der Rückdeckungsversicherung zu verteilen.

  • Die Deutsche Unterstützungskasse e.V. ist überbetrieblich und versichererunabhängig.
  • Ein Ansprechpartner, ein Formularwesen, eine Verwaltung und eine Rechnungslegung zu günstigen Verwaltungskosten.
  • bei einem Arbeitgeber sind Rückdeckungsversicherungen von verschiedenen Versicherern nebeneinander einsetzbar.
  • Portfolio-Konzept: Für jede einzelne Versorgung kann mit Hilfe der Deutschen Unterstützungskasse e.V. ein auf die Bedürfnisse des Versorgungsanwärters abgestimmtes Portfolio an Rückdeckungsversicherungen verwaltet werden – klassische und chancenorientierte Tarife können und sollen(!) sich so ergänzen, wie es den Wünschen des Kunden entspricht.
  • Das Portfolio-Konzept ist ein Ansatz, bei dem das Berater-Angebot in der Umsetzungsphase nicht auf einen Zahlenvergleich reduziert wird. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Angebot setzt sich der Kunde mit einer Konzeptlösung auseinander. Wer mit dem Portfolio-Konzept berät, erbringt eine einem Unternehmensberater vergleichbare Dienstleistung mit der entsprechenden Wertigkeit.
* Deutsche Unterstützungskasse und ConceptIF Pensions AG aktualisieren die Informationen für die FAQs laufend und sorgfältig. Dennoch sind Irrtümer und Fehler nicht auszuschließen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.